Historische Illenau Achern

Standort
77855 Achern

Auftraggeber
Stadt Achern

Projektdaten
Realisierung 1. Bauabschnitt Herbst 2009/ Frühjahr 2010
Fläche: ca. 13.500 m²                                                                                                                                         Realisierung 2. Bauabschnitt Herbst 2012/ Herbst 2013
Fläche: ca. 11.200 m²                                                                                                                                        Realisierung 3. Bauabschnitt Frühjahr bis Herbst 2015
Fläche: ca. 2.750 m²

Mit der ehemaligen Nervenheilanstalt Illenau in Achern wurde im 19. Jh. eine architektonisch-symmetrische Gesamtanlage im klassizistischen Stil errichtet.
Während die herausragende Architektur weitgehend erhalten ist, sind bei den Außenanlagen nur noch rudimentäre Grundstrukturen erkennbar. Der Ort ist geschichtsträchtig und liegt im Spannungsfeld zwischen Stadt und Landschaft. Wir streben eine Interpretation der Ursprungsanlage und von deren Veränderungen an - keine Restaurierung.

Die ursprüngliche Anlage verwendete:

  • im Bereich der konstruktiven Einbauten (Mauern, Treppen und Tore) Naturstein und Schmiedeeisen,
  • im Bereich der Wege dagegen wassergebundene Decke ("Chaussierung") und Naturstein-Pflasterfriese (Sandstein-Einfassungen).
  • Die Bepflanzung bestand, dem Zeitgeschmack entsprechend, aus parkartigen und architektonischen Baumpflanzungen,  Zierbeeten und Arkadenberankung sowie aus Nutzgartenpflanzungen; die Gärten waren umhegt; insgesamt war ein hoher Pflegeaufwand notwendig und auch möglich durch billiges Personal und Patienten.

Ins Heutige übersetzt bedeutet dies:
  • im Bereich der konstruktiven Einbauten ebenfalls Natur-od. Betonwerkstein und Stahl,
  • im Bereich der Wege sind Varianten möglich: wassergebunden, farbig-strukturierter Asphalt oder Pflasterung und Naturstein-Pflasterfriese (Sandstein-Einfassungen nach Originalvorlage).
  • Bei Pflanzungen gibt es ohnehin keine spezifisch modernen Arten: Es sind die gleichen wie anno dazumal,und die parkartigen und architektonischen Baumpflanzungen bestehen teils noch heute und bilden eine wertvolle Substanz für die Neuanlage. Ergänzend zum Bestand und im Unterschied zur Ursprungsanlage schlagen wir eine akzentuiertere architektonische Kleinbaum-, Hecken und/oder Staudenpflanzung vor, welche die Architektur unterstreicht.
  • Historische Solitärelemente wie Brunnen und Rinnenelemente sowie Haupttoranlage sollen authentisch wieder errichtet/eingebaut werden.
  • Die Möblierung (Bänke, Beleuchtung) hält sich klar und einfach zurück (klassich-modern).


Die Regenwasser-Entwässerung wird weitgehend offen den Sickermulden zugeleitet, Stromversorgung für Beleuchtung und Brunnen sowie evt. Festplatzversorgung im Bereich der Wiesenfläche, des Ehrenhofes, der Innenhöfe und des Platzes an der Kapelle. Weitergehende Installationen sind noch abzusprechen.